Geldspenden                                                                   2011

 

Nachdem ich in meinem Liebesleben mit Andreas einiges nachgeholt und in meiner Beziehung zu Männern aufgeräumt hatte, hab ich mich wieder an den Kriyayoga erinnert. Als Vorbereitung für die Einweihung wollte ich bei der Segnungszeremonie mitmachen. (http://www.kriyayoga.com/cgi-bin/hse/HomepageSearchEngine.cgi?url=http://www.kriyayoga.com/newsletters/segnungs_zeremonie.html;geturl=d+highlightmatches+gotofirstmatch;lang=en;terms=segnungszeremonie;enc=segnungszeremonie;utf8=on#firstmatch)

Ich sollte unter anderem „einen ehrlichen Betrag an eine bedürftige Person spenden“ Wo sollte ich diese Person finden? Ich habe im Innern mich immer wieder an Gott gewendet und mir sind tatsächlich zwei ganz interessante Erlebnisse beschert worden.

 

Als ich mit dem Fahrrad vom Einkaufen kam und den Fahrradkorb auf dem Gepäckträger voller Nahrungsmittel hatte, hielt mich ein Mann an, der Geld von mir wollte. Er machte gleich einen verstörten Eindruck auf mich. Ich bot ihm von den Sachen im Fahrradkorb an, da ich ihn erst testen wollte. Er bestand aber darauf, dass er Geld braucht, um sich das zu kaufen, was ihm schmeckt.

Ich gab ihm alles Geld, was ich noch im Portemonnaie hatte. Es tat mir leid, dass es nicht sehr viel war (vielleicht 10 DM). Er erzählte mir, dass er ein politischer Flüchtling ist: In seinem Land sei er gefoltert worden, weshalb seine eine Körperhälfte gelähmt ist. Er hatte Unterkunft und war auf der Suche nach einem Job, brauchte aber Geld um eine finanzielle Hürde zu nehmen, die ihm dazu noch im Weg stand. Nachdem ich erfahren hatte wie viel er braucht, verabredete ich mich mit ihm für den nächsten Tag am gleichen Ort. Er war tatsächlich schon da, als ich kam und ich gab ihm einen Umschlag in dem ca. 20% mehr drin war als er gewünscht hatte. Er hat sich still bedankt und wir haben uns nie wieder gesehen.

 

Im Stillen habe ich mich bedankt und gefreut, dass ich mich einem Menschen in Not geöffnet hatte und ihm helfen konnte.

 

Ein oder zwei Jahre später, als unsere Tochter schon geboren war, war ich an einem Tag allein in der Stadt unterwegs. Am Ausgang der Bibliothek sprach mich eine Frau an, weil sie mir die Zukunft aus der Hand lesen wollte. Ich war strikt dagegen, da ich wollte, dass meine Zukunft nur in Gottes und meiner Hand liegt und sich niemand einmischen sollte.  Zunächst tat es mir etwas leid sie so abzuweisen, aber es war genau das richtige, denn daraufhin öffnete sie sich und erzählte mir, dass sie Geld braucht, da sie drei Monatsmieten im Rückstand ist und ihre Vermieterin ihr deswegen die Tochter „gekidnappt“ hat. Ich war entrüstet und sagte sie soll damit zur Polizei und sich das Geld verdienen, aber das ging auch nicht, da sie illegal eingereist war und ihr gerade die Arbeitsstelle, wo sie schwarzgearbeitet hatte, gekündigt worden war. Ich wollte gerne, dass sie mich zu der Vermieterin bringt und ich mit ihr reden kann und auch um zu prüfen, ob es wirklich wahr ist, was sie sagt, aber sie hatte so viel Angst aus dem Land ausgewiesen zu werden.

Sie sagte noch, dass sie in der Kirche war und gebetet hat, dass ein Mensch kommt, der ihr helfen kann. Und sie wolle wieder in die Kirche gehen und für mich und meine Familie beten. Ich gab ihr ca. 50€, die ich dabei hatte und bot ihr an mit mir zur Bank zugehen, um noch mehr Geld abzuheben. Als es bei der Bank Schwierigkeiten gab (ich weiss nicht mehr genau, was es war), merkte ich wie sie wieder sehr viel Angst bekam, dass ich es doch nicht ehrlich meinen könnte.

Es klappte dann aber doch und ich hob so viel Geld ab, wie es mein Tageslimit erlaubte. Es war nicht genug für drei Monatsmieten, aber genug um die Tochter „freizukaufen“. Ich bot ihr an, ihr am nächsten Tag noch mehr zu geben. Auch um ihr die Rückreise ins Heimatland zu ermöglichen, aber auch sie habe ich nie wiedergesehen.


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